Malheureusement ca marche pas

Ich bin ein grosser Fan von Französischen Kino. Einer meiner Lieblingsfilme ist zum Beispiel „Die fabelhafte Welt der Amélie“ oder auch „Willkommen bei den Sch’tis“ fand ich toll. Vor ca. 1 Woche habe ich im Fernsehen „Verstehen Sie die Béliers?“ gesehen und auch diesen Film ganz amüsant gefunden. Am Samstagabend hatte ich darum Lust mir nochmals einen französischen Film anzuschauen und da im Kino gerade „Hereinspaziert“ läuft, war die Gelegenheit günstig. Also machte ich mich auf den Weg ohne genau die Kritiken zu lesen. Die Story: Eine Französische Familie eines Linksintellektuellen nimmt eine Flüchtlingsfamilie aus Rumänien auf. Also nichts wirklich Neues. Allerdings war ich neugierig wie die Franzosen dies im Vergleich zu den Deutschen umgesetzt haben. Das Deutsche Pendant „Willkommen bei den Hartmanns“ fand ich gar nicht so schlecht.

Leider muss ich gestehen, ich hätte mir den Kinoabend sparen können. Die Pointen waren auf Pipi-Kacka-Niveau, die Igel- und Maulwurfessende Rumänische Familie natürlich dümmlich dargestellt, die Klischees wurden mehr als gut bedient. Nach der Pause wurde es nicht wirklich besser, darum wäre „herausspaziert“ wohl eher angebracht gewesen.

Literatur

Zugegeben, ich bin nicht gerade der fleissige Buchleser. Klar lese ich Zeitung, Magazine und Fachliteratur. Allerdings die Muse mich bei Belletristik zu entspannen fehlte mir bis jetzt. Irgendwie habe ich kein Lese-Gen, dachte ich mir. Dies Jahr ist das irgendwie anders, denn ich habe bereits 3 (ja, ganze drei!!) Bücher gelesen.

 Ich weiss, dass manche jetzt denken „hey, es waren ja nur drei“, allerdings sind dies sind für mich schon drei mehr als letztes Jahr. Es war ein Roman, ein Buch eines Schweizer Prominenten, und zu guter Letzt ein Tagebuch eines 84-jährigen. Obwohl ich sicherlich noch lange kein Literaturkritiker bin und ich den Literaturclub auf SRF sicherlich nie schauen werde, möchte ich hier meiner kleinen Leserschaft eine Lese Tipp geben. Eierlikörtage – Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen handelt von einem 84 Jährigen, der über das erlebte im Altersheim schreibt. Ich musste ein paar Mal richtig lachen, so sieht also unser Leben einmal im Altenheim aus. Morbid, skurril, komisch und auch traurig kommen mir spontan zu dem Buch in den Sinn. Sätze wie „Das Leben besteht hier aus Nie und Immer. Das Essen kommt Nie pünktlich und ist Immer zu heiss“ kann ich auch in meinem Beruflichem Umfeld gebrauchen: Die Incident Tickets sind Nie ausgefüllt und werden immer zu spät bearbeitet. Oder beim Satz „Endlose Ströme nutzloser Wörter, ohne Bedeutung“ kamen mir einige Meetings in den Sinn, an denen ich Teilgenommen habe. Neumodische Elektroscooter, sogenannte Cantas, produzieren regelmässig Unfälle und verkeilen sich im Altenheim. Dies nur einige der Anekdoten aus dem Buch. Falls also jemand Lust bekommen hat dieses Buch zu lesen, dann wünsche ich ihm schon jetzt viel Spass dabei. Es wird sicherlich nicht langweilig werden. Mal schauen was ich als nächstes lese….

In concerto a Verona

Dieses Wochenende konnte ich ein verlängertes Wochenende in Verona verbringen und ein Konzert von Zucchero Fornaciari besuchen. Das Konzert fand in der im Jahr 30 n. Chr. errichteten Arena die Verona statt, ein epochaler Ort also. So wie ich im sight seeing Bus erfahren habe, dürfen dort nur die ganz grossen auftreten. Die Kommission, die die Arena verwaltet ist sehr wählerisch bei den Künstlern. Lange nicht jeder der dort auftreten möchte wird auch eingeladen. Zucchero begleitet mich schon sehr lange. Mein erstes Album (Rispetto) kaufte ich 1986, am ersten Konzert war ich irgendwann 1988 als er mit meinem Lieblingsalbum Blues auf Tour ging. Weitere Konzertbesuche folgten dann 1999 an der „oro incesso e birra“ tour und noch einer etwa 2005. Jedes Mal war ich begeistert in welcher Qualität der Künstler die Musik rüber brachte. Sound und Gesang sind einmalig und perfekt bei ihm. Auch fing das Konzert jeweils mit schweizerischer Pünktlichkeit an und dauerte immer über zwei Stunden. Eine Leistung an der sich andere Stars messen können. Irgendwie habe ich dann seine Konzerte etwas verpasst. Ganze 12 Jahre lang habe ich keines mehr besucht, obwohl ich seine Musik immer noch sehr gerne höre. Nach so langer Zeit war ich darum sehr gespannt, wie es wohl an diesem Konzert sein wird. Ja, Zucchero ist alt geworden, man sieht ihm sein bewegtes Leben an. Aber dies ist auch schon alles, die Stimme und der Sound waren genauso packend wie immer. Nach den neueren Stücken aus seinem letzten Album „Black Cat“, machte er eine Reise zurück in seinem musikalischem schaffen. Ich war das erste Mal an einem seiner Konzerte in Italien, ich denke er war gerade darum recht gesprächig. Als jemand aus dem Publikum ihm „dio ti benedica“ zurief, erzählte er ein wenig aus seiner Jugend. Der Pfarrer erlaubte ihm auf der Kirchenorgel zu spielen, falls er sich bereit erklärt bei der Messe mitzuhelfen. Wer Zucchero kennt, der weiss, dass er sich nicht sehr viel aus der Kirche machte. Der Pfarrer wurde deshalb nicht wirklich sein Freund als er auf der Kirchenorgel lauter progressives Zeugs anfing zu spielen. Auch dass er mit den Kommunisten Karten spielte, missfiel der Kirche natürlich. Er hatte allerdings beide, die Kirche und die Kommunisten, nie wirklich verstanden. Um es in seinen Worten auszudrücken „solo palle“ 🙂 Ich kann meine Emotionen beim Konzert nicht beschreiben, aber für mich ist er einer der ganz grossen und ich ziehe den Hut vor ihm. Diese packende Stimme und dieser fette Sound, seit über 30 Jahren, in einer Qualität die seines gleichen sucht. Rispetto Zucchero!

Talamone

Durch die Freundin meiner Mutter, die Frau meines Patenonkels bin ich auf dieses schönes bed and breakfast gestossen. Die Villa Bengondi ist ein grosser Komplex der aus einem Haupthaus und zahlreichen Nebengebäuden besteht. In all diesen Gebäuden gibt es Zimmer und Apartments die man bewohnen kann. Sei es das grosse Apartment mit privatem Garten auf der Rückseite oder ein Zimmer zum Meer hin gerichtet, alles ist hier sehr schön und wird jeden Tag gepflegt. Der Gärtner Julio, die Haushälterin Rodica oder Anna die jeden Morgen das Frühstück frisch zubereitet machen wirklich alles das man sich wohl fühlt. Der wunderschöne Garten lädt zum Verweilen ein, unten am Meer gibt es einen sehr kleinen Strand an dem man baden kann. Allerdings ist dieser für pure Badetouristen wohl zu klein.

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Die Villa Bengodi liegt leicht erhöht am Golf von Talamone, dies mit wunderbarer Aussicht auf die Stadt selber und auf den Torre di Talamonaccio. Die seitlich vorgelagerte Halbinsel mit dem Touristenort Porto Santo Stefano begrenzt den Golf von Talamone. Wenn man ganz geradeaus schaut sieht man im Dunst die Insel Gigilio, welche 2012 traurige Berühmtheit erlangte, weil so ein ganz gescheiter Kapitän sein Kreuzfahrtschiff dort versenkte. Interessant ist auch, dass eine Szene des James Bond Film „Quantum Trost“ im Jahre 2008 ganz in der Nähe gedreht wurde. In der Szene in der sich James Bond mit René Mathis trifft kann man Talamone sowie die Villa Bengodi gut erkennen. Die Szene wurde auf dem Torre di Talamonaccio gedreht.

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Der kleine Fischerort Talamone ist seit Jahrzenten unverändert. Mein Patenonkel zeigte mir alte Fotos auf diesen der Ort immer noch gleich aussieht. Hier sucht man vergeblich nach Fast Food Restaurants oder Musikbars. Es scheint die Zeit im Ort stehen geblieben zu sein. Klar gibt es ein Hotel, eine knappe Handvoll Restaurants, Bars und auch einen Pizza Bäcker. Aber das wars dann schon. Alles klein und überschaubar. Frischen Fisch gibt es jeden Tag vom Fischer, den man am Abend und am Morgen auf dem Meer beim Fischen beobachten kann.

Talamone

Baden kann man in Talamone wunderbar im „Bagno delle Donne“ wobei zu sagen ist, dass auch Männer heutzutage zugelassen sind.

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Eine wunderbare Gegend, verglichen mit den hässlichen Marinen oberhalb von Grosseto. Eine wirklich schöne Badebucht. Noch eine kleine Anmerkung: Aus Insider Quelle weiss ich, dass die Villa Bengodi zum Verkauf steht. Wer also 12Mio Euronen übrig hat könnte sich hier einen schönen Alterssitz anschaffen. Mir persönlich war das ganze etwas zu gross, darum werde ich von einem Kauf absehen 😉

Aufschieben

Wir kennen es ja alle. Es gibt Dinge die man eigentlich erledigen oder machen sollte, wir finden aber immer einen Grund diese nicht anzupacken. «Man sollte doch», «ach das sollte ich schon lange machen», «meinen alten Freund muss ich nun endlich mal besuchen». Wenn das Dinge sind die keine zeitliche Limitation haben ist dies auch nicht weiter schlimm. Schwieriger wird’s wenn man Sachen Aufschiebt die man irgendwann nicht mehr erledigen kann. Ein Beispiel dafür war der im Jahr 2015 geplante Besuch meines Onkels in Italien. Ich wollte Ihn eigentlich schon seit einigen Jahren besuchen. Aber jedes Jahr war ich so mit anderem beschäftigt, dass der Besuch immer herausgeschoben wurde. Im Jahr 2015, als ich nach Rom gelaufen bin, wollte ich ihn dann wirklich besuchen. Leider war er vor 4 Monaten gestorben, ich war also zu spät.

Meine Mutter liegt mir schon seit sicherlich 5 Jahren in den Ohren, dass sie gerne wieder mal im Meer baden möchte. Jedes Mal, wenn ich vom einem Urlaub zurück gekommen bin lag sie mir erneut in den Ohren. «Ach, ich wäre so gern mitgekommen und ich würde sicherlich auch nicht stören. Nimm mich doch bitte das nächste Jahr mit» Darum bin diese Woche mit meiner Mutter ans Meer gefahren. Ich bin mit ihr in die Südtoskana gereist (mehr zum Ort und Umgebung im nächsten Posting) und habe sie im Meer baden lassen.

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Die Gelegenheit hat sich angeboten, ein Treffen mit einer ihrer alten Freundinnen, die vor über 35 Jahren in die Toskana ausgewandert ist, zu organisieren. Der Mann dieser Freundin ist gleichzeitig mein Patenonkel, darum war das treffen nicht ganz uneigennützig. Schliesslich musste ich meine Patengeschenke abholen da er, als ich acht war, auswanderte 😉

Dieses Mal bin ich nicht zu spät. Gut so!

Hallo Berlin

Weil es mir das letzte Mal in Berlin so gut gefallen hat bin ich letztes Wochenende wieder nach Berlin. Diesmal sogar mit einheimischer Stadtführung was die Sache einiges leichter machte. Am Samstag in strömenden Regen aus der Schweiz geflogen entpuppte sich das Wetter in Berlin als recht freundlich. Was für eine Überraschung! Obwohl dichtere Wolkenfelder sich mit blauen Himmel und Sonnenschein abwechselten waren die Temperaturen so um 20 Grad einiges angenehmer als in der Schweiz. Beim Schlendern durch die Stadt als erstes am Tränenplast vorbei gekommen.

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Der Tränenplalast ist die ehemalige Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle am Bahnhof Friedrichstraße. Er befindet sich innerhalb der ehemaligen Osthälfte Berlins. Von hier fuhr die Bahn aus der DDR nach West-Berlin. Die Bezeichnung Tränenpalast kommt davon weil hier die DDR-Bürger die westlichen Besucher unter Tränen verabschieden mussten.

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Dann an einer Stadtrundfahrt per Schiff teilgenommen. Die Schiffstour auf Spree und Landwehrkanal verbindet das historische und moderne Berlin. In einem Rundkurs geht es entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten unter mehr als 60 Brücken hindurch.

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Das Schiff muss einige Schleusen passieren in denen der Wasserstand jeweils um rund 1.5m angehoben oder abgesenkt wird.

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Danach wieder etwas durch die Stadt spaziert und an der Ampelmann Bar einen Aperitif getrunken. Der Ampelmann ist in Berlin Kult. Die Fussgängerstreifen Ampel Symbole kommen ursprünglich von der Ostdeutschland und wurden nach der Wiedervereinigung sukzessive durch westdeutsche Ampelsignale ersetzt. Nach grossen Protesten werden seit 2005 wieder Ostdeutsche Ampelmänner Symbole in den Fussgänger Lichtsignalanlagen eingesetzt.

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Am nächsten Tag an einen Berliner Flohmarkt und dann im Görlizerpark im Edelweiss etwas trinken gegangen.

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Auch hier wieder typisch Berlin. Bunt, kreativ und chillig wie kaum wo anders.

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Nach der stärkung im Edelweiss am Kulturmarkt etwas Kunst angeschaut um dann in den Mauerpark zu fahren.

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Im Mauerpark gibt es jeden Sonntag einen Flohmarkt und anscheinend die Möglichkeit Karaoke zu singen. Obwohl ich selber nicht unbedingt ein Karaoke Fan bin liess ich mich überreden die Sache mal anzuschauen. Diese Karaoke Show sei anscheinend super lustig und man amüsiere sich prächtig. Ein wenig skeptisch setzte ich mich in die Strassenbahn und fuhr los. Im Mauerpark angekommen erstmal durch die vielen Leute gelaufen die kartenspielend, essend, lesend etc. am Boden sassen.

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An der Karaoke Ecke angekommen musste ich erst mal stauen. So Karaoke gibt’s nur in Berlin! Ich glaubte ich spinne, da sassen geschätzte 1000 Leute die der gratis Show zuschauten. Und diese Stimmung erst, wow!

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Hier mal eine kleine Auswahl vom skurrilen Spice Girl, schönem R. Kelly und angebeteten Enrique Iglesias. Man beachte im Video die Getränkeverkäufer die durch die Reihen laufen. Über Mojito, Bier, Shots etc. konnte man alles kaufen und alles ist improvisiert. Kein Eintritt, keine Sicherheitsvorkehrungen, keine Getränkekarte einfach nur fun. Hat mir gut gefallen.

Am Abend dann Koreanisch Essen gegangen was der volle Hype zu schein scheint. Selbst am Sonntag mussten wir anstehen und warten bis wir einen Tisch bekommen haben. Hat gut geschmeckt, war aber etwas laut da drin.

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Am Montag war dann Shopping angesagt, allerdings das KaDeWe war mir persönlich zu versnobt und zu teuer. Aber schön mal in diesem 110 Jahre alten Kaufhaus gewesen zu sein.

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Sicherlich bin ich nicht das letzte Mal in Berlin gewesen, diese Stadt gefällt mir immer besser. Der September wird bei mir abwechslungsreich weiter gehen, ich freu mich schon drauf. Stay tuned!

Blue Sansibar

In Sansibar angekommen und ein Zimmer im Forodhani Park Hotel bezogen. Dieses Hotel kann ich wirklich empfehlen. Es befindet sich mitten in Stone Town, ist nicht teuer und sehr schön.1.0

Es ist im Maurischen Stil erbaut und vom Balkon aus kann man wunderbar dem Treiben auf dem Grossen Platz zuschauen.

1.1

Streetfood überall

Streetfood überall

Mehr als 99 % der Bevölkerung Sansibars sind Muslime. Im historischen Stone Town leben ca. 15000 Menschen. Es herrscht ein reges Treiben in den engen schattigen Gassen, die von wild aneinander gereihten Häusern begrenzt werden.

Old Dispensary

Old Dispensary

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In kleinen Läden bieten Händler ihre Waren an. Man kann von der Zahnbürste über Stoffe, dekorative Metallwaren und Souvenirs hier alles kaufen.

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Was viele nicht wissen ist, dass Freddie Mercury, der Sänger von Queen, in Stone Town 1946 als Farrokh Bulsarain geboren wurde. Bis zu seinem achten Lebensjahr lebte er auf Sansibar und wurde dann auf ein indisches Internat geschickt. Schon hier wurde er von Freunden „Freddie“ genannt. Allerdings sind hier die Einheimischen wegen seiner Homosexualität nicht besonders stolz auf den Weltstar. Darum hat sein Geburtshaus eher symbolischen Charakter und es ist auch nicht genau überliefert in welchem Haus er wirklich geboren wurde.

 

 

Am darauffolgenden Tag dann einen Ausflug auf Chumbe Island unternommen. Chumbe Island gilt nach meiner Meinung immer noch als Geheimtipp auf Sansibar. Die Insel ist ein preisgekröntes Naturschutzgebiet, dass 1991 für die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung der unbewohnten Chumbe Insel vor Sansibar, einer der letzten unberührten Koralleninseln der Region ausgeschieden wurde.

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Die meisten Touristen werden in Stone Town von Hobby Kapitänen umworben einen Ausflug auf Prison Island (die Gefängniss Insel) zu machen. Wer nach Chumbe will muss sich anmelden und hoffen, dass man einen Platz bekommt. Die Maximalzahl der Personen ist pro Tag auf 14 limitiert. Wer möchte kann dort auch übernachten wobei den Übernachtungsgästen natürlich eine höhere Priorität gegeben wird als den Tagestouristen. Da bei der Überfahrt eine Österreichische Meeresbiologin an Bord war erfuhr man aus erster Hand so einiges Interessantes. Die Forschung wird von internationalen Geldgebern finanziert und Ziel ist es diesen wunderschönen Ort und das Korallenriff so zu erhalten zu können.

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Dort angekommen bekommt man auch als Tagestourist einen schönen Bungalow zugewiesen. Dort kann man nach der Riff Schnorchel Tour duschen und sich zum Essen umziehen.

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Die Insel ist wirklich wunderschön und wenn man Zeit hat sollte man dort übernachten. Das Mittagessen schmeckte vorzüglich und war sehr reichhaltig.

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Zurück in Stone Town kann man dann ins Nachtleben eintauchen. Es gibt einige coole alte Bars in denen man einen Aperitif trinken kann. Legendär ist der Sundowner auf der Terrasse des Africa House Hotels.

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Der Hafen verwandelt sich in der Nacht zu einem echtem Streetfood Festival. Es wird gekocht was irgendwie gekocht werden kann. Man kann alles probieren was man möchte, die Auswahl ist riesig.

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Nach ein paar Tagen in Stone Town war dann Badeurlaub angesagt. Nach all den Eindrücken hat man wieder Lust die Seele baumeln zu lassen und nichts zu tun. Dafür auf die andere Seite der Insel gewechselt und einen Bugalow im Ocean Blue Hotel bezogen.

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Das Ocean Blue besteht lediglich aus 8 Bungalows und kann wirklich empfohlen werden. Es ist das letzte Hotel am Strand von Paje. Wer die absolute Einsamkeit wünscht ist in Paje sicherlich am falschen Ort. Paje ist ein Kitesurfer Paradies und hat einige Lokale und Strandbars die sich gut an dem ca. 3km langen Strand verteilen. Es kann darum schon mal sein, dass irgendwo am Abend eine African Party steigt was mir gut gefallen hat. Afrika lebt hier!

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Da es auf Sansibar zeitig dunkel wird war ich am Morgen schon wieder früh auf den Beinen. Darum fast jeden Morgen den Sonnenaufgang über dem Meer beobachtet und sogar einmal am Strand Joggen gewesen.

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Mein Begleiter Joe hatte es allerdings am Morgen nicht so eilig wie ich, darum legte er sich auf halber Distanz einfach hin. Der perfekte Tag mit Frühsport fand dann allerdings keine Wiederholung denn Barfuss gab es auf dem feinen Sand eine Blase an der Zehe und diese mussten ja nicht grösser werden. Ich hatte jetzt zum Glück eine Ausrede um Faulenzen zu können und Joe war mir auch nicht böse.

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Bei Ebbe zieht sich das Meer stark zurück und gibt so einiges preis. Ein Paradies für Muschelsammler. Die Einheimischen Frauen ernten dann das Seegras das sie im Meer kultivieren. Dieses wird unteranderem zur Herstellung für Medikamente verwendet.

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Die Massai die allesamt von Arusha kommen wollen einem alles verkaufen was sie dabei haben. Jeder hat natürlich eine Mutter oder eine Schwester zuhause die so allerlei Sachen in Handarbeit selber herstellt. Komischerweise gibt es die gleichen Sachen auch im Flughafenshop 😉 Dem Kerl rechts habe ich dann ein paar Kleinigkeiten abgekauft.

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Im Dorf gibt es dann auch ein paar Läden, von IKEA bis Gucci ist alles vertreten.

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An einem Morgen konnte ich mir ein Motorrad ausleihen um dann bei Ebbe an dem Kilometerlangen Sandstrand entlang zu fahren. In Afrika funktioniert der Motorradverleih so: Es kommt mir ein Kerl mit einem Motoroller entgegen. Als er nahe genug bei mir war grüsste er mich „Jambo“. Ich souverän „mambo vipi“ was so viel heisst „hey was geht“. Ich schaute seinen Roller an und sagte er habe ein cooles Gefährt. Er fragte natürlich sofort ob ich es mir ausleihen wollte. Nach ein wenig hin und her feilschen musste seine Begleiterin vom Sozius absteigen, ich drückte ihm das Geld in die Hand und sagte, dass ich bin ca. in 2 Stunden wieder hier. Nix Formulare, nix Ausweis, nix Kreditkarte!

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Hier noch ein Paar Impressionen die ich während der Fahrt geschossen habe, unteranderem auch mein Lieblingsfoto vom Einbaum Segelboot.

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Leider muss ja dann jeder irgendwann wieder anfangen mit arbeiten. Ich hätte gut noch eine Woche länger auf Sansibar bleiben können und hätte gerne noch ein wenig Kite Surfing geübt. Ich werde wieder an diesen Strand zurückkehren so viel ist sicher! Zurückblickend war diese Reise wirklich sehr schön. Die vielen Impressionen muss ich immer noch verarbeiten. Auch die Organisation durch den lokalen Reiseanbieter klappte bestens. Pünktlich wurde man abgeholt, sämtliche Transfers klappten, Lodges, Hotels und Parks waren stehts gebucht. Falls jemand auch in Tansania auf Safari gehen möchte darf er sich gerne an mich wenden. Ich habe nun die nötigen Kontakte die ich gerne weitervermittle.

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Abschliessend bin ich der Meinung das Tansania ein riesen Potential hat. Falls die politische Lage stabil bleibt hat dieses Land wirtschaftlich eine gute Zukunft vor sich. Die Schulbildung wird immer besser und die internationalen Konzerne die ich im Land gesehen habe bestätigten mir dies.

 

Und nun mein Standardsatz nach so einem Beitrag: Schön wars!!

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