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Dies und das…

In letzter Zeit ist viel los und ich komme viel zu selten dazu hier etwas zu posten. Wo soll ich anfangen…. Leider sind wir immer noch dazu angehalten im Homeoffice zu bleiben, dies sicherlich bis 7. Juli. Danach sieht es danach aus, als würde unsere Firma dies wohl noch einmal verlängern oder anordnen, dass wir uns nur im Office aufhalten sollen, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Ich muss zugeben, obwohl der vielen positiven Aspekte, dass Homeoffice mir langsam auf die Nerven geht. Irgendwie bin ich ständig zuhause und bewege mich viel zu wenig. Wenn ich nicht am Abend jeweils noch etwas unternehme, dann würde mein Schrittzähler (ich habe keinen) wohl etwas zwischen nichts und ganz wenig anzeigen.

Zudem fehlt mir der Austausch mit meinen Arbeitskollegen, da helfen auch unsere gelegentlichen Video-Bier-Afterwork-Partys nicht mehr. Was anfangs noch funny war findet kaum noch Anklang.

Bei der Flugausbildung komme ich gut, wenn auch nicht ganz so schnell voran wie ich es mir vorgestellt habe (Corona lässt auch hier grüssen). In der Zwischenzeit konnte ich die Sprechfunkprüfung erfolgreich abschliessen und meinen ersten, etwas weiteren Alleinflug absolvieren. Ich plante diesen wie gewohnt selbständig und wählte eine Route durch die Voralpen ausserhalb von irgendwelchen Kontrollzonen der Flugsicherung. Der Flug dauerte rund eine Stunde und führte mich über Rapperswil durch das Toggenburg an der Norseite der Churfirsten entlang nach Sargans und von dort aus wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Eigentlich wollte ich noch ein Selfie machen, aber ich war viel zu Konzentriert um mich mit etwas anderem beschäftigen zu können. Die vielen Segelflieger in der Luft forderten absolute Konzentration und dauernde Luftraum Überwachung. Der auffrischende Nordost Wind der Bisenströmung machten den Flug etwas «bockig» und ich musste paarmal korrektiv auf die abrupten Bewegungen der Maschine reagieren. Dafür wurde ich belohnt mit einer ausgezeichneten Fernsicht und mit einer schönen Landung trotz dem auffrischenden Seitenwind. Gut gemacht meinte mein Fluglehrer!

Heute war darum Grill and Chill am nahe gelegenen Fluss angesagt. Die 2 Servelats schmeckten vorzüglich nach einer intensiven ersten Wochenhälfte.
Lecker wars!

Kajaking an Pfingsten

Es wurde wieder mal Zeit etwas zu unternehmen was ich schon lange Mal machen wollte, nämlich Kajak fahren. Schon einmal liess ich mich auf dem Rhein stromabwärts treiben und habe dies als sehr entspannend empfunden. Allerdings dazumal mit einem grösseren Boot das nur schwer zu transportieren war. Darum trage ich seit längerem den Gedanken mit mir herum, ein aufblasbares Kajak zu kaufen. Um herauszufinden ob dies mir wirklich entspricht, haben wir am Wochenende eine Mietkajak Tour auf der Reuss gebucht.

Der Guide fuhr uns samt Ausrüstung stromaufwärts zu einer Wasserungsstelle und erklärte uns die Handhabung des Bootes. Viel gibt es da nicht zu erklären meinte er, seine Hartschalen Boote sind unsinkbar, gut steuerbar, richtungsstabil und können fast nicht Kippen was eindeutig ein Vorteil ist bei Wassertemperaturen von 17 Grad 😉 Und schon ging es los! Am Anfang war die Reuss noch recht zahm, man konnte gemütlich vor sich hin Paddeln und das Kajak war wirklich einfach zu steuern.

Wie von unserem Guide angetönt kommt man auf der Strecke schon mal in etwas wilderes Wasser. Aber dank dem guten Material rutscht man da einfach durch und muss nicht viel machen. Es ist darauf zu achten, dass man die Wellen möglichst gerade durchfährt und falls mal ein Stein in den Weg kommen sollte, einfach darüber rutschen. Ganz easy meinte er.

Und siehe da, es funktioniert. Die ersten 2 – 3 Wildwasser waren gut zu durchqueren, man gewöhnt sich an die Steuerung und kann die Richtung gut bestimmen. Wichtig ist, dass man wachsam bleibt und vorrausschauend steuert.

Auf dem zweiten Abschnitt unsere Tour bekam ich überraschend mehr Mühe das Kajak zu kontrollieren. Irgendwie war ich selbst in ruhigeren Passagen ständig am Paddeln, um meine eingeschlagene Route zu halten. Jetzt bloss konzentriert bleiben, das Wildwasser im «Gnadenthal» liegt kurz vor mir und ich muss zwischen zwei Felsen hindurch steuern.

Ich paddelte wie ein Weltmeister, aber das Boot schien mir irgendwie nicht zu folgen und machte was es wollte. So kam es wie es kommen musste, ich rammte mit der Bootsspitze einen der Felsen, es drehte mich um 180 Grad und ich geriet rückwärts in das Schwemmholz. Das «Gnadenthal» kannte bei mir keine Gnade, ich ging darum gnadenlos im 17 gradigen Wasser Baden.

Aber ein echter, harter Kajaker kennt keine Kälte. Mit minus einem Hut und minus einer Sonnenbrille ging es weiter. Die Sonne wärmte zum Glück einen sofort wieder auf und dank dem intensiven Paddeln wurde mir auch nicht kalt. Ich wage es gar nicht zu schreiben, aber es hat mich dann bei einem leichten Wildwässerchen nochmal in die Reuss geschmissen. Irgendwie scheint dieser Sport wohl doch nichts für mich zu sein, dachte ich und paddelte den letzten Kilometer ziemlich frustriert auf die Anlegestelle zu.

Als der Guide mich dort begrüsste und fragte, wie es mir gefallen hat, merkte er sofort, dass es wohl nicht so mein Ding gewesen ist. Erstaunt darüber, als ich ihm erzählte, dass ich zwei Mal abgestiegen bin, half er mir das Boot aus dem Wasser zu ziehen und erschrak ab dem Gewicht des Kajaks. So wie es scheint hatte sich der Hohlkörper mit x-Litern Wasser gefüllt was so nicht sein sollte. Irgendwo hatte das Boot ein Leck und füllte sich deshalb mit Wasser. Dies erklärt auch meine Probleme beim Steuern und das Kentern. Da das Boot um ein Vielfaches schwerer war und sich der Schwerpunkt ständig, durch das schwappende Wasser im Hohlkörper änderte, hatte ich wohl erschwehrende Umstände bei meiner ersten Kajak Tour.

Dem Guide war das ganze natürlich gar nicht recht und erstatte uns sofort die Hälfte des Mietbetrags zurück, in der Hoffnung, dass ich es nochmals probieren werde. Ich meinerseits war ganz froh, dass das Problem nicht unbedingt an mir lag. Ich werde es sicherlich nochmals probieren, allerdings bei etwas wärmeren Wassertemperaturen, denn sonst muss ich wieder den harten Mann heraushängen lassen 😉

Besuch in der Coronahölle und Auszeit

Letzten Montag habe ich das Tessin, die schweizerische Coronahölle, besucht. Coronahölle deshalb, weil der Kanton Tessin als erster und am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen war. Ich bin allerdings nicht einfach so hingefahren, sondern mit meinem Fluglehrer hingeflogen und habe damit das erste Mal als Pilot die Alpen überquert. Im Verlaufe der schweizerischen Pilotenausbildung muss man für die Lizenz zusätzlich mehrere Lektionen Alpeneinweisung absolvieren. Es werden da unteranderem die Gefahren im Gebirge und die Prozeduren bei Flügen im Alpinen Gelände behandelt. War sehr schön der Flug und ging nur rund 55 Minuten. Nach nur einer knappen Stunde konnte ich am Flughafen Locarno aussteigen für eine Strecke für die man mit dem PKW etwa 3 Stunden braucht. Echt toll die Fliegerei! Leider verweigerte die Kamera ihren Dienst, darum habe ich keine Bilder vom Flug … und mit dem Handy fotografieren geht schlecht während dem pilotieren 😉 Das Tessin ist schön wie immer, wie erwartet war von der Hölle nichts zu sehen, die Journalisten die diesen Mist auf ein Papier drucken lassen waren zum Glück auch nicht da.

Ich hatte diese Woche Urlaub den ich eigentlich auf Mallorca verbringen wollte. Dank der Pandemie wurde natürlich alles abgesagt und verschoben. Ich habe mich aber entschlossen, den Urlaub dennoch zu nehmen und ging insgesamt dreimal fliegen. Um sich einen Tapetenwechsel nach dem ganzen «Corona-bleiben-sie-zuhause» Theater zu gönnen, bin ich dann über die Auffahrt für einen Kurzurlaub in den Kanton Fribourg gefahren. Ein guter Freund hat in der Region eine Ferienwohnung die er im Moment nicht so oft besucht. Darum bot sich die Gelegenheit förmlich an, ein paar Tage dort zu verbringen. Das Freiburgerland besticht durch seine wenig besiedelte Landschaft mit weiten Felder und sanften Hügeln.

Schon quasi vor der Haustüre, nach einem kurzen Marsch auf einen nahe gelegenen Hügel, hat man diese perfekte Aussicht auf die Bernerischen Alpen inklusive des Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau.

An den Wiesenränder wandert man an unzähligen Mohnblumen vorbei. Wirklich schön wie die Bauern hier die Ausgleichsflächen bewirtschaften.

Am Freitag sind wir dann um den Murtensee geradelt. Ich war schon mal in der Gegend und lasse es mir nicht nehmen jeweils den «Salavaux Plage» zu besuchen. Ein sehr schön gelegener Naturstrand an der Westseite des Murtensees.

Die Kinder haben ihre ware Freude endlich wieder baden gehen zu dürfen. Generell hatte ich das Gefühl, dass in der französischen Schweiz das ganze Corona Theater etwas gelassener angegangen wird als in der Deutschschweiz.

Wir sind dann um den ganzen See geradelt und auf der Nordseite hoch zum Mont Vully. Die Anstiege durch die Rebberge sind wirklich sehr schön und man hat eine Panoramaaussicht auf den See und die Berge. Leider war es am Freitag etwas dunstig und die Fernsicht war darum ein wenig eingeschränkt. Aber es war trocken, warm und es hat gutgetan!

Hier noch ein kurzes Video der Rundfahrt mit einigen Impressionen vom Fahrradausflug. Gerne wieder einmal im Sommer.

Digitaler Senior 2.0 mit Maske

Ich dachte ich schreibe wiedermal einen Poste in meinen Blog….nicht dass jemand meint ich sei an Corona erkrankt und verstorben. Ich habe in letzter Zeit weniger Lust am Abend zuhause wieder vor den PC zu sitzen um einen Poste zu schreiben, denn dank Homeoffice Zwang sitze ich sowieso schon den ganzen Tag alleine vor dem Monitor und verbinde mich mittels Video Call, Chat, Conference Call mit meinen Kollegen. Ich hoffe das Ganze ist demnächst vorüber so dass wir uns hoffentlich bald in kleinen Gruppen wieder im Office treffen können. Ehrlich gesagt ist wegen Corona sowieso nicht viel los. Fliegen ist bis am 11. Mai immer noch verboten, danach weiss man noch nicht so genau was man darf und was nicht.

Allerdings ist ja nicht alles negativ an der Situation. Ich erspare mir jeden Tag das pendeln und habe so etwas mehr Zeit am Abend die lauen Frühsommerabende zu geniessen, das Wetter war in den letzten Wochen bekanntlich der Hammer. Auch forciert einen die Krise Sachen zu erledigen die man eigentlich schon lange hätte machen können, aber auf die lange Bank geschoben hat da keine unmittelbare Eile bestand. So habe ich jetzt endlich meine Mutter voll digitalisiert. E-Mail, WhatsApp, E-Banking, Home delivery Shopping um nur einige Schlagwörter zu nennen. Eigentlich müsste sie im Moment gar nicht mehr nach draussen zum Einkaufen, aber sie benötigt natürlich immer wieder Sachen die nicht so ganz einfach Online bestellt werden können (z.Bsp. Tomatenpflanzen) die ihr dann einen Grund liefern irgendwo hin zu fahren. Mit ihren fast 80 Jahren gehört sie natürlich voll zur Risikogruppe, darum habe ich ihr zumindest mal eine Hygienemaske besorgt die bis vor kurzem in der Schweiz gar nicht erhältlich war. Eine Freundin die bei einem chinesischen Unternehmen arbeitet war so nett mir ein paar abzugeben.

Ich weiss gar nicht ob das alle wissen, aber in der Schweiz hatten wir unsere selbstgemachtes Maskengate. Gesichtsmasken wurden in unserem Land trotz Pandemieplan weggespart und müssen jetzt teuer vom Bund im Ausland beschafft werden. Seit kurzem erst sind diese in den Läden erhältlich und stehen auch dem Ottonormalverbraucher zur Verfügung. Da es bis jetzt zu wenige hatte, kommunizierte der Bund jeweils, dass Masken nicht nötig sind und deren Nutzen nicht wissenschaftlich erwiesen ist. Im Moment wird allerdings durch die Medien die Maskentragepflicht richtig heraufbeschworen, es würde mich darum nicht wundern, wenn der Bund am Schluss doch noch einknicken würde und auch die Tragepflicht per Notrecht beschliesst. Das Ganze entwickelt sich sowieso langsam zum einem Demokratie Supergau. Wenn sie dann noch die elektronische Zwangsüberwachung anordnen, dann leben wir wohl urplötzlich mit polizeistaatlichen Verhältnissen und gravierenden Einschränkungen unserer Grundrechte die man eigentlich eher von diktatorischen Regimes her kennt. Man darf gespannt sein…

Meine Mutter hat nun eine Maske. Ob diese etwas bringt weiss man nicht, ob sie sie trägt ist ihr überlassen. Gut so!

Wir wissen, dass wir es nicht wissen

Ich weiss eigentlich gar nicht was ich schreiben soll…. momentan gibt es ja nur ein Thema dem man sich leider nicht entziehen kann. Selbst bei einem Spaziergang auf abgelegensten Waldwegen wird einem eingetrichtert, dass man sich einheitlich danebenbenimmt, denn man sollte doch zuhause bleiben. Wie man sich beim Spazieren auf einem abgelegenen Waldweg anstecken kann ist mir nicht so ganz klar.

Heute war ich in einem Lebensmittelgeschäft in dem auf dem Boden Planquadrate aufgemalt waren. In jedem Planquadrat durfte gemäss Vorschrift sich nur ein Kunde aufhalten. Ich stand kurz vor einem Gestell und überlegte welches Produkt ich kaufen wollte, da bemerkte ich eine Frau die mit ihrem Einkaufwagen wartete bis sie «ihren Sektor» verlassen konnte um durch meinen durchzulaufen. Wir grüssten uns dann an der Demarkationslinie beim Personenabtausch und waren beide froh, keinen Sicherheitsrelevantes Problem verursacht zu haben, denn der Sicherheitsbeamte stand schon bereit um einzugreifen.

Eigentlich wollte ich noch hier viel mehr schreiben, aber je länger ich darüber nachdenke, je mehr ärgere ich mich über dieses Thema. Jeder soll ich selber ein Bild der Geschichte machen und dafür eventuell mal etwas differenziertere / andere Medien wie zum Beispiel Swiss Propaganda Research lesen oder die Mortalitätszahlen von Euro Momo studieren.

Wie alles in der medialen Welt ist auch dies mit Vorsicht zu geniessen, aber schön, wenn man mal eine etwas andere Meinung oder Meinungen zu der Geschichte zu lesen bekommt.

Denn eins wissen wir unterdessen mit Sicherheit, dass wir leider vieles nicht wissen!

Der vorläufig letzte Flug

Wie ich in meinem letzten Poste geschrieben habe, war ich letzten Montag fliegen. Ich durfte die Maschine von Fehraltorf nach Bad Ragaz pilotieren. Meine Flugplanung führte mich über das Toggenburg, entlang an den verschneiten Nordhängen der Churfürsten.

Rechts unten sieht man, dass trotz bester Pistenbedingungen, das menschenleere Skigebiet Wildhaus – Chäserrugg, welches wie alle Skigebiete wegen der Corona Epidemie geschlossen wurde.

Über dem Rheintal ging es dann weiter nach Bad Ragaz wo ich einige Landeübungen machte.

Nach dem bezahlen der Landetaxen machte ich mich dann zusammen mit meinem Fluglehrer wieder auf den Rückweg den ich entlang der Südseite der Churfürsten, über dem Walensee geplant hatte. Wunderschön, wie sich die Sonne im See spiegelte.

Danach übten wir noch ein paar Spiralstürze. Mein Fluglehrer leitete eine Kurve mit einem 60 Grad Seitenneigewinkel ein und lies die Maschine in einer Spiralbewegung nach unten sinken. Meine Aufgabe war es dann die Maschine aus dem Spiralsturz abzufangen, diese zu stabilisieren und wieder auf Reiseflughöhe zu bringen.

Sieht spektakulärer aus als es in Wahrheit ist… fand ich zumindest. Wenn man sich das Vorgehen verinnerlicht, die Sicherheitsvorkehrungen einhaltet, dann ist das Manöver gar nicht so problematisch und macht im Gegenteil sogar Spass.

Als ich den Flieger am Montagabend wieder in den Hangar zurückstiess, kam mir nicht im Traum in den Sinn, dass die Corona Epidemie sogar unseren kleinen Flughafen erreichen wird. Weit gefehlt wie sich herausstellte. Unsere gesamte Flotte wurde bis zum 20. April staatlich gegrounded, es sind sogar Single Pilot Flüge mit Privatmaschinen untersagt.
Anscheinend lässt die politisch- gesellschaftliche Meinung zurzeit nicht mehr zu, persönliche Standpunkte zu haben, geschweige denn zu vertreten! Es sei denn, man möchte sich exponieren, was ich hier sicherlich nicht machen werde.