Weihnachtliches glühen

Obwohl ich eigentlich nicht viel vom Weihnachtsrummel halte, habe ich mich dieses Jahr trotzdem am Weihnachtsmarkt in Zürich zum Glühweintrinken verabredet. Die Budenstatt aus der Retorte, die auf dem Sechseläuten Platz aufgebaut ist, fand ich gar nicht so schlecht. Durch die Beleuchtung entsteht eine schöne Atmosphäre und die farbig beleuchtete Oper im Hintergrund sieht auch gut aus.

Zürich hat zu anderen Städten den Vorteil, dass alles ziemlich nahe bei einander liegt und problemlos zu Fuss oder per Tram erreicht werden kann. Darum sind wir nach einem ersten Glühwein weiter zum singenden Tannenbaum. Ein Kinderchor singt jeweils von diesem herunter Weihnachtslieder. Dort, bei einen weiteren Glühwein, haben wir dem singsang Baum zugehört der dieses Jahr sein 20 jähriges Jubiläum feiert.

Obwohl ich nicht so ein grosser Liebhaber von Weihnachten mit Kinderchor bin, fand ich das Ganze noch recht amüsant. Eventuell lag es ja am weiteren Glühwein der mir von einem Freund gebracht wurde. Hier eine kurze Kostprobe davon.

Danach weiter zur Bahnhofstrasse mit obligaten Blick auf Lucy, die Weihnachtsbeleuchtung mit Namen, um beim Globus etwas Gutes zu essen. Natürlich mit obligaten Delikatessen Glühwein dazu.

Auf dem Weg zurück zum Weihnachtsmarkt auf dem Sechseläuten Platz, kam es dann wie es kommen musste. Wir haben unterwegs bei einem Finnischen Glühweinstand einen weiteren Delikatessen Glühwein verkostet.

Am Sechseläuten Platz angekommen konnten wir dann nicht mehr damit aufhören. Man wird wohl nur älter, nicht gescheiter. Die Extrem-Kopfschmerzen am darauffolgenden Tag erinnerten uns daran wieder 😉 Aber Lustig war es allemal!

Erster Advent in der Sonne

Es ist so die typische Vorweihnachtszeit. Die Urlaube sind vorbei, der Weihnachtsurlaub lässt noch auf sich warten, die Arbeit absorbiert einem ziemlich, das Leben plätschert so vor sich hin, es gibt nicht viel zu berichten. Es wurde darum Zeit, dem grau im Flachland mit dem dazugehörigen obligaten Vorweihnachtlichen Treiben für eine Weile zu entfliehen, um hoch auf dem Chäserugg einen schönen ersten Adventstag in der Sonne geniessen zu können.

Zu meiner Überraschung hatte es fast keine Leute, einige wenige Skifahrer teilten sich mit mir die Sonnenterasse.

Obligates Rivella auf dem Berg muss natürlich auch sein.

Keep smiling

In meinem poste über meinen ersten Lauf habe ich erwähnt, dass es das Ziel war mit einem Lächeln im Ziel einzulaufen. Wie ich nun ein paar Wochen später aus der Tagespresse erfahre war diese Zielsetzung goldrichtig denn wer lächelt, ist schneller am Ziel!

Sportler können ihre Leistung auf überraschende Weise verbessern indem sie während des Einsatzes immer wieder lächeln. Dies haben britische Forscher in einer Studie gezeigt. Lächeln hat bei Läufern einen energiesparenden Effekt und verbessert zudem die Laufökonomie um knapp zwei Prozent. Dies weil der Läufer in diesem leicht entspannteren Zustand weniger Sauerstoff benötigt.

Diese Kraft geht weit über den Sport ­hinaus. Sie erklärt auch, warum in Spitälern immer wieder Clowns die kleinsten Patienten gezielt zum Lachen bringen oder weshalb sich Lachtherapien entwickeln.

Mit Lachen geht es dem Menschen oft besser, darum keep smiling Leute!

Mein erster Lauf

Letztes Wochenende habe ich meinen ersten, offiziellen Lauf absolviert. Mit einem Freund habe ich am Luzerner City Marathon teilgenommen. Ich habe mich allerdings nicht für die Langdistanz angemeldet, wir absolvierten eine Teilstrecke. Mein Ziel war es in einer akzeptablen Zeit, mit einem Lächeln im Ziel einzulaufen. Natürlich war ich etwas aufgeregt. Zum Glück hatte mein Laufbegleiter schon einige Erfahrung und begleitete mich optimal durch die Vorbereitung und Startnummernvergabe. Bei der Startnummernvergabe ging es dann recht hektische zu, kein Wunder bei den 2000 Teilnehmern in unserer Disziplin.

Die Organisation war aber vorbildlich und der Gepäcktransport zum Zielort war auch schon organisiert. Es konnte also losgehen.

Für die 50.00 CHF Startgeld wurde einem dann so einiges geboten. Die Stecke wurde im ersten Teil durch die Swisspor Arena geführt, das Stadion in dem der FCL spielt. Dort wurde man gefilmt und auf die Grossleinwände projiziert. Die zusätzlichen Anfeuerungen der Zuschauer beflügelten dann einem so richtig, man meinte man schwebe durch die Arena. In der Stadt unten ging es durch die Luzerner Konzerthalle, das KKL. Dies wieder unter Anfeuerungsrufen der vielen Zuschauer und mit der Musik der vielen Luzerner Fastnachtsbands die an der ganzen Strecke standen.

Auf den letzten 3 Kilometern zum Ziel starteten wir dann richtig durch. Wir überholten so ziemlich alles auf der Strecke und dies, wie von mir angestrebt, mit einem Lächeln. Ein tolles Gefühl! Die Ankunft im Verkehrshaus Luzern, unter rockender Musik war der krönende Abschluss. Die Strecke verlief ins Verkehrshaus hinein und das Ziel war im Innenhof unter der alten Swisssair Coronado Maschine. Coole Sache, war echt toll!

Wochenende in Leipzig

Das letzte Wochenende war ich in Leipzig an eine Geburtstagsparty eingeladen. Da ich diese Stadt noch nie besucht hatte, habe ich gleich das ganze Wochenende dort verbracht. Leipzig hat eine sehr schöne Innenstadt und ist im Gegensatz zu den grösseren Deutschen Städten wie Berlin oder München sehr gut überschaubar. Es gibt einige Quartiere die von schönen Gebäuden aus der Gründerzeit gesäumt sind. Die Einheimischen erzählten mir, dass Leipzig bereits als das neue Berlin gehandelt wird. Dafür sprechen die Zuwanderung der 15‘000 Einwohner pro Jahr und die Ansiedelung namhafter Unternehmen wie DHL, Porsche oder BMW.

Ich selber kann das nicht ganz bestätigen. Zwar gibt es so einige Strassen ausserhalb des Zentrums in denen man sieht wie sich Kleingewerbe, Restaurants und Kultur ansiedelt. Allerdings die Farbigkeit wie in Berlin konnte ich nicht erkennen, abgesehen von den vielen Schmierereien an den Hausfassaden. Unten ein Beispiel von einem Kreativen Briefkasten der in einem Eingang zu einem alternativen Ladenzentrum stand. Die Graffitis an den Hausfassaden mit dazugehörigen Tags sind dann weniger Kreativ. Sicherlich steht mir nicht zu, nach nur einem Besuch ein abschliessendes Urteil abzugeben, es war einfach mein erster Eindruck bei mässigem, grauen, nasskaltem Wetter.

Als ich durch die Innenstadt gelaufen bin, bin ich an der Nikolaikirche vorbei gekommen. Hier hatten sich die Bürger versammelt um bei Friedensgebeten und den anschliessenden Montagsdemonstrationen gewaltlos das Ende der DDR herbeizuführen.

Am Marktplatz angekommen wollte ich dann die Original DDR Spezialität probieren: Die Spreewaldgurke vom Fass. Allerdings mussten die Holzfässer Plastikübel weichen und die Gurken können nicht mehr selber geschöpft werden. Sicherlich so eine EU Lebensmittelvorschrift die uns Bürger vor schlimmeren bewahren soll.

Hier ein Exemplar einer Essig- und Senfgurke die beide sehr lecker schmeckten.

Ich werde Leipzig sicherlich wieder Besuchen. Die Zeit war wegen der Geburtstagsparty etwas gedrängt und das Wetter nicht wirklich optimal. Ich denke, dass bei etwas wärmeren Wetter und Sonnenschein die Stadt sicherlich anders wirkt. Dann macht auch das Fahrradfahren mehr Spass und ich kann die Stadt weitläufiger erkunden.

Fantastisches outdoor Wochenende

Dieses Wochenende war meine erste längere Herbstwanderung geplant. Die geführte Wanderung, inklusive einem reichhaltigem Brunch davor wurde mir von einem guten Freund zum Geburtstag geschenkt. Per Zufall hatten wir uns für dieses Wochenende verabredet, die Planung hätte nicht besser sein können. Das Wetter machte mehr als nur mit, es war perfekt! Die Wanderung am Sonntag sollte mich durch die Urlandschaften des Brecca Tal im Kanton Fribourge führen, eine wilde und zugleich verwunschene Gegend. Da für das ganze Wochenende schönstes Wetter vorausgesagt war, beschlossen wir dieses in der Gegend zu verbringen. Darum haben wir bereits am Freitagabend, an der Sense, ein Outdoor Fondue über dem Feuer gekocht. Die Sense ist der Fluss der den Kanton Bern vom Kanton Fribourge trennt.

Am Samstag ging es dann mit dem Fahrrad um den Murtensee.

Die Salvaux Plache war trotz des perfekten Wetters bereits ganz verlassen. Dies ist einer meiner Lieblingsorte am Murtensee.

Danach sind wir durch die Weinberge hoch auf den Mont Vully geradelt um die schöne Aussicht auf die Berner Alpen zu geniessen.

Wie schon eingangs erwähnt ging es am Sonntagmorgen zum Schwarzsee, dem Ausgangspunkt der Wanderung in die Brecca Urlandschaften. Laut einer Fribourger Sage ist das Wasser des Sees so dunkel, weil ein Riese seine Füsse darin gewaschen hat.

Nach dem leckeren und vielseitigen Brunch sind wir das erste Stück mit dem Lift zur Riggisalp gefahren. Da uns bei der Tour noch genug Höhenmeter bevor standen, sparten wir uns diesen Aufstieg.

Wir sind dann zuerst, stetig ansteigend, zur unteren Euschelhütte hochgelaufen. Dies mit Aussicht auf Alpigen- und Fochsenflue Berge mit dem dahinter liegendem Brecca Tal. Über diese Berge mussten wir also rüber um ins Brecca Tal zu gelangen. Ganz schön hoch dachte ich mir.

Der letzte Anstieg zum Combigrat hatte es dann wirklich in sich. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit waren Voraussetzung, da es sich um einen alpinen Wandertrack mit T4 – T5 Schwierigkeitsgrad handelte. Zur Belohnung gab’s dann eine wunderschöne Aussicht auf die Berner Alpen. Ganz links im Bild: Eiger, Mönch und Jungfrau.

Die darauffolgende Combigabel Passage und der Abstieg ins Brecca Tal waren dann nicht ganz einfach.

Combigabel

Aussicht von der Combigabel auf das Brecca Tal

Die Pfade waren sehr schmal, steil, abschüssig und nicht mehr richtig markiert. Langsam kletterten wir also wieder hinunter.

Unten angekommen ging es dann durch das Brecca Tal zurück zum Schwarzsee. Da wir bereits etwas spät dran waren (morgendliches gemütliches sitzen beim Brunch lässt grüssen) ging es dann zügig an den zahlreichen Alphütten vorbei, die eigentlich zum Verweilen einladen.

Eine sehr schöne Gegend hier die ich sicherlich nochmals besuchen werde. Dann aber mit verweilen bei Kafi fertig und Zvieriplättli in einer der Alphütten!