Montestrutto – Ivrea

Wie auf den Bildern zu erkennen ist, wird es immer flacher und flacher. Es gibt zwar schon noch einige Huegel, aber im Gegensatz zu vorhin, viel weniger hoch.

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Von dieser Etappe gibt es eigentlich nichts spezielles zu berichten, ausser das Ivrea auch so ein schönes kleines Städtchen ist.

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Da meine Füsse ein wenig überlastet sind, mache ich wohl hier einen Tag Pause.

Verrès – Montestrutto

Bei der heutigen Etappe, waehlte ich alle Varianten ohne An- und Abstiege. Zwar ging es zum Teil der Hauptstrasse entlang, aber dieses ewige Auf- Ab hatte ich langsam satt. Zudem ist die Aussicht meistens sehr ähnlich.

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Verres, ein Dorf zwischen Autobahn und Bahnlinie

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Historische Steinbruecke

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Auch mal en Stück der Autobahn entlang

Auf dem Foto unten sieht man eine erhaltene,  alte Römer Strasse mit Bogentor. Man sieht sogar noch die Rillen der Karren in den Steinen.

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Alte Römer Strasse

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Torbogen von Donnas

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Point-Saint Martin

Man merkt, dass das Tal breiter wird. Es hat wieder genug Platz für Wiesen und Felder. Schön mal was anderes zu sehen.

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Mitten im Wald, stieß ich auf dieses verlasse Haus. Falls jemand Interesse daran hat, dann soll er sich bei mir melden. Es besteht zwar Renovationsbedarf, aber an der Lage ist es selbst im Sommer schön frisch. Ich kenne da jemanden, der ist spezialisiert beim Kauf solcher Objekte 🙂

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Trotz allen möglichen Flach- Varianten, blieb ich nicht von einigen Auf- Ab verschont. Das ist auch okay so. Man versucht so, die Pilger, auf die alten Routen der Via Francigena zu leiten.

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Was ich allerdings nicht verstehe, warum haben die damaligen Pilger nicht den Weg durch das Tal gewählt? Entweder war das Tal unpassierbar oder man musste Wegzoll entrichten….oder es gab Räuber?  Ich konnte hierzu noch nichts herausfinden.

Chambave – Verrès

Irgendwie konnte ich die letzte Nacht nicht richtig Einschlafen. Es war wohl zu heiss. Heute morgen fühlte ich mich aber dennoch gut und wanderte, bereits um 08:00 Uhr, weiter.

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Chambave am Morgen

Das ständige Auf- und Ab ging  weiter. Zwar hat man von den oberen Wegen eine super Aussicht, aber die Anstiege sind schon ziemlich heftig. Zudem war es noch heißer als gestern.

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Irgendwie war heute der Wurm drin. Zum einen fing ich an, mich am ständigen Auf- Ab zu nerven, zum anderen war heute mein verlaufen Tag. Trotz GPS, waren die Wege zum Teil nur schwer zu finden. Es gibt nichts ärgerliches wenn man sich verläuft. Die Etappe war mit 27km sowieso schon lang. Jeden Extra Kilometer merkt man dann am Schluss. 

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Aosta Tal wird nun breiter

Auch hatte ich einen meiner Pilger thinking steps nicht richtig beachtet. Ich hatte zuwenig Essens- Proviant mit dabei. Der Weg wird, wenn möglich auf der alten Route, oberhalb der Dörfer geführt. Also nichts mit Bar, Pizzeria und Alimentare Geschäften. Stattdessen gibt es alte Festungen, Ruinen und Epochal wichtiges zu bestaunen (hier hat Napoleon hingepinkelt, da hat der Pilger seine Erleuchtung bekommen etc.) So nen Scheiss, ich bin doch hergekommen wegen dem guten Essen! Jedenfalls zog ich mir einen 1/2 Hungerast rein. Ich musste also in ein Dorf absteigen, um mir in einer Bar ein Panino zu kaufen. Als wäre dies alles noch nicht genug, habe ich dann in der Bar meine Wanderstoecke stehen lassen. Super, auch noch zurück laufen um diese zu holen.

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Selfi, einmal anders

Zudem gab es unzählige Varianten bei dieser Etappe, die man erst finden musste. Ich bin einfach nicht dafür geboren, mir Reiseführer Wegbeschreibungen zu merken. Ich lese das, und vergesse es gleich wieder. Habe es mir heute sogar aufgeschrieben, bin aber trotzdem an der Abzweigung vorbei Gelaufen.

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Am Schluss hatte ich dann genug vom ewigen Up-Down und waehlte die Variante im Tal für die letzten 5km

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Es ging zwar zeitweise an wenig befahrenen Strassen entlang, aber dafür war es flach. Das GPS meinte am Schluss 34km.

War nicht mein Tag heute. Abhacken und weiterlaufen.

Aosta – Chambave

Der Tag Pause tat mir wirklich gut. Ich habe ausgeschlafen und klapperte ein wenig die Altstadt ab.

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Heute bin ich also weiter gelaufen, und lies Aosta hinter mir. Die Etappe war wieder länger, gut 26km gemäß Reiseführer. Sie war zwar schön zu begehen, aber geprägt von einem ständigen Auf- und Ab. Ich will nicht jammern, aber es wurde recht heiss am Nachmittag.

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Eine Selfi muss auch mal sein

Schöne Aussicht auf das Aosta Tal.

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Da Entdeckte ich zum ersten mal Mit- Pilger auf der Francigena. Habe mit ihnen ein kurzes Gespräch geführt und dann wohl abgehängt.

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In Chambave gibt es nicht viele Möglichkeiten zum Übernachten. Genau gesagt eigentlich nur 1 B&B, in dem ich bis jetzt noch alleine bin. Anscheinend haben diese zwei vorher halt gemacht.

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Vom B&B aus, das kleine Dorf fotografiert

Und hier noch eine Geschichte, die unter den skurrilen eingeordnet werden kann. Ich gebe mir Mühe ein guter Pilger zu sein, obwohl ich ja ab und zu eine Pilger Sünde begehe. Ich Grüße also alle recht freundlich an denen ich vorbei Laufe. „Buon giorno“  gebrauche ich deshalb noch viel. Und ab und zu fragt einer „ma tu sei un Pellegrino? Da dove vieni? e dove vai?“ Ich erkläre es dann, und meistens kommt dann „Tutto il bene e tanta forza, che Dio ti protege“ Das Finde ich nett, bedankte mich, wünsche einen schönen Tag und Laufe weiter. So wie auch heute, bei dem netten Herrn, mit dem ich diese kurze Konversation führte.

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Etwa 2 Minuten später fuhr ein Auto neben mich hin, und der selbe Mann sprang aus den Fahrzeug. Er meinte ich seie aber schnell unterwegs, obwohl ich heute extra langsam lief. Er drückte mir dieses Buch in die Hand und meinte, ich müsse das unbedingt lesen. Das seihe sehr wichtig. Ich war so perplex, dass ich nur dankend annahm, weder ein Foto von dem Typen machte und auch nicht überlege das dieser Schmöker sicherlich ein 1/2 Kilo wiegt. Zudem ist die Schriftgröße etwa Arial 6 und ich kann das in Italienisch sowieso kaum lesen. Den Inalt des „Grossen Konfliktes“ könnt ihr ja gerne mal Googeln. Ich glaube nicht, dass ich mir diese Lektüre zu Gemüte führen werde.

Echevennoz – Aosta

Ich freute mich heute morgen, auf eine nicht so anstrengende Etappe. Die Distanz war unter 20km und die Höhenunterschiede im Abstieg nicht so extrem wie gestern.

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Die Aostianer (ich nenne die Bewohner einfach mal so), haben in ihrem Tal sehr viel Wasser. Überall gibt es Bäche, die in eine Art Bewässerungssystem geleitet werden. Das Wasser fließt in einem Kanalsystem, den Wanderwegen entlang.

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Bewässerungskanal

Diese Kanäle werden dann angezapft, und in fest Installierte Bewässerungsanlagen, auf den Feldern geleitet.

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Hält es oder hält es nicht?

Und schon sah ich Aosta.

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Eine typische italienische Stadt, mit Läden, Bars und einer schönen Altstadt.

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Schön hier, eventuell mach ich mal Pause.

Auf wiedersehen Schweiz – Italia arrivo

Ich muss schon sagen, ich hatte super, super Glück mit dem Wetter. Es hat in der Schweiz nur 2 Tage durch geregnet. Den Rest der Tour hatte ich meistens wunderschönes Wetter. Danke Schweiz Tourismus für das super Wetter.

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Den ersten Teil der Etappe nach  Echevennoz lief ich auch wieder auf der Passstraße. Der Pass ist ja noch nicht offen, darum hatte es kaum Verkehr.

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Pilgerwegweiser mit Lampe

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Es war zwar ein rechter Abstieg, aber die Wege waren gut begehbar.

The 7 Pilger thinking steps

1. Kennst du die nächste Etappe?
2. Wo kriegst du den Stempel für in den Pilgerpass?
3. Hast du genügend Proviant dabei?
4. Wieviele Brunnen gibt es auf der Etappe?
5. Wo kannst du schlafen am Zielort?
6. Hast du wirklich alles eingepackt und nichts vergessen?
7. Hast du noch genügend Fusscreme mit dabei?

Überlebenswichtig. Ansonsten bist du ein dreamer, dream du 🙂

Die Etappe vom Martigny nach Orsières war so ein erster Vorgeschmack, für den Aufstieg zum Grossen Sankt Bernhard. Es ging durch enge Täler stetig hinauf.

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Das Tal teilen sich jeweils die Schnellstrasse, der Fluss und die Zuglinie. Dementsprechend hoch war auch der Lärmpegel. Als ich dann ins nächste Seitental abgebogen bin, wurde es etwas ruhiger.

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Hängebrücken musste ich auch überqueren. Eine ziemliche wacklige Angeleit und definitiv nichts für Leute mit Höhenangst.

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Es ging dann, recht mühsam, ein paar Kilometer einen Bergweg im Wald hoch. Über Steine, Wurzeln und Geröll.

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Erkennt jemand den Weg?

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Wer hat's erfunden?

Es waren zwar „nur“ 20km, aber ich bin gerne in Orsières angekommen.

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Orsières

Als ich am Morgen, in Orsières aufwachte und aus dem Fenster schaute, begruesste mich der Tag (wie schon fast üblich) mit perfektem Sonnenschein Wetter.

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Die Tagesetappen sollte bis Bourg-Saint-Pierre gehen, mit 800m Höhen anstieg.

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Da ich bereits um 08:30 los wanderte, war ich um 13:00 in Bourg-Saint-Pierre. Dort sah ich einen Wegweiser auf dem stand: 4h Colle de grand St.Bernhard. Ich habe mir also einen Teller Pasta gegönnt und bin dann weitergelaufen.

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Die Gegend wurde immer mehr Alpiner, die Baumgrenze war bei den steilen Anstiegen schnell überwunden.

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Irgendwann wurden die Schneefelder auf dem Wanderwegen zu tief für mich. Ich entschloss mich darum, das letzte Stück auf der Pass-Strasse zu laufen.

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Geschafft, den Berg und ich selber

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Ich bekam en schönes Zimmer im Hotel, das Essen war Spitze und ich ging früh schlafen.