Lernherbsturlaub

Gerne würde ich hier schreiben wie toll mein Herbsturlaub war, was für schöne Gegenden ich besucht habe, was für leckeres Essen ich geniessen durfte und wie toll das Wetter war. Leider musste ich den diesjährigen Herbsturlaub dafür einsetzen meine Flugtheorie zu repetieren, denn ich möchte noch dieses Jahr die vom Bundesamt für Zivilluftfahrt durchgeführte Prüfung ablegen. An der BAZL Prüfung werden die Fächer Luftrecht, allgemeine Luftfahrzeugkenntnis, Flugleistungen und Flugplanung, menschliches Leistungsvermögen, Meteorologie, Navigation, Betriebsverfahren, Grundlagen des Fluges und Kommunikation abgefragt. Der Aufmerksame Leser merkt, dass die Vielzahl der Fächer eine ganze Menge Stoff bedeuten der da zu lernen ist. Dementsprechenden musste ich mich unter anderem in der Meteorologie vertiefen, Flugpläne schreiben, Performanceberechnungen für das Flugzeug in verschiedenen Höhen durchführen, verstehen wo sich die laminare Grenzschicht am Tragflügel in eine Turbulente verwandelt, wie sich die Einflüsse der Atmosphäre auf den Höhenmesser auswirken und natürlich mein liebstes Fach «Flugrecht» auswendig lernen.
Alles sehr interessant (ausgenommen Flugrecht), aber etwas viel Inhalt für meinen doch schon etwas in die Jahre gekommenen Hirnspeicher. Darum bin ich immer noch ganz fleissig daran mich auf die Probeprüfung, die im nächsten Monat stattfindet, vorzubereiten. Die live Prüfung findet dann ende November oder Mitte Dezember statt. Bis dahin werde ich wohl noch recht mit dem lernen eingespannt sein, gleichzeitig geht meine praktische Ausbildung natürlich weiter. Die letzten 3 Mal standen wieder Solo- Flugplatzrunden gefolgt von mehreren Landungen auf dem Programm. Das jeweilige Landen und das sofortige wieder Starten fordert einen ganz schön. Es prasseln da unglaubliche Mengen an Informationen auf einen ein die man in kürzester Zeit verarbeiten muss. Es ist aber ein super tolles Gefühl, wenn man nach 11 Landungen aus dem Flieger steigt und weiss, dass man diesen sicher und stabilisiert auf den Boden gebracht hat. Es ist zwar momentan eine etwas intensive Zeit, ich will mich aber sicherlich nicht beklagen. Wie schon mal erwähnt, «successful living» ist eben aufwendiger 😉

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