Terve Suomi – schon wieder

Ich war im Frühjahr zum ersten Mal in Finnland und der Zufall wollte es, dass es nun bereits das zweite Mal ist. Irgendwie hatte ich keine Lust den Jahreswechsel in der Schweiz an einer der üblichen Silvesterfeiern zu verbringen. Darum habe ich etwas angepackt was ich schon lange Mal machen wollte, nämlich Hundeschlittenfahren. Und warum nicht Silvester fernab von Dichtestress in der Natur und bei einer interessanten sportlichen Betätigung feiern? Darum bereits im Herbst dieses Jahres eine Reise in den Norden gebucht und wie schon erwähnt, der Zufall wollte es, dass dies wieder in Finnland ist. Am 30. Dezember pünktlich Joensuu gelandet holte man unsere Gruppe am Flughafen ab. Flavia von der Eräkeskus Wilderness Lodge hat uns freundlich empfangen und danach sicher über die verschneiten und vereisten Strassen zur Lodge gefahren.
Mit der Eräkeskus Wilderness Lodge hatten wir eine sehr gute Wahl getroffen. Die Lodge wird von einer Schweizerin betrieben und die Hunde haben hier auch im Alter ein gutes Leben. Anscheinend gibt es viele Veranstalter bei denen die Hunde nur zum Arbeiten gehalten und wenn deren Leistung im Alter abnimmt diese einfach weggeben werden.
In der Lodge angekommen wurden wir wie erwartet mit sehr tiefen Temperaturen begrüsst, hier ist noch richtig Winter!
Die erste Hundeschlittenfahrt machten wir dann am 31. Dezember. Wir durften den Hunden im Zwinger selber das Halsband und das Laufgeschirr anziehen. Was für ein Theater, die Kerlchen drehen förmlich durch wenn sie merken, dass es gleich los geht. Zuerst muss man diese erstmal einfangen. Denn sobald diese aus ihrem Zwinger Abteil raus sind rennen sie wie verrückt kreuz und quer um einem herum. Unter lautem Gekläffe hatte ich dann nach ca. einer ½ Stunde mein Gespann komplett. Vorne links Hazel, rechts Joya, in der Mitte Linus, hinten links Alfa und rechts Romeo.
Ich war überrascht wie viel Kraft die Hunde haben. Beim Anker lösen und Anfahren riss es mich fast vom Schlitten. Nach dem sich die erste Aufregung gelegt und ich den Schlitten einigermassen im Griff hatte konnte ich diese wunderschöne Winterlandschaft auf dem zugefrorenen See richtig geniessen. Mollig in den Iso-Overall eingepackt ein wirklich schönes Erlebnis.

Am Silvesterabend gab es dann einen Fackellauf zu einer Feuerstelle mitten Wald.
Dort wurde über dem Feuer Glühwein gekocht und die erste Vorspeise des Fünfgangmenüs serviert. Standesgemäss wurde die Feuerstelle mit Finnenkerzen beleuchtet. Zurück in der Lodge wurden uns dann die weiteren 4 Gänge des Silvestermenüs serviert. Um Mitternacht dann noch das anstossen auf das neue Jahr um dann um halb eins vollkommen müde ins Bett zu fallen da es am 1. Januar schon wieder zeitig los ging.
Auf dem Programm stehen nämlich noch mehrere Trainingsfahrten um uns auf die Fahrt zur weiter weg gelegen Wildhütte vorzubereiten. Dort werden wir dann eine Nacht übernachten, die Hunde Füttern und auf dem Hüttenfeuer unser Abendessen zubereiten. Es bleibt also Abenteuerlich, darum stay tuned, demnächst mehr in diesem Blog inkl. Videomaterial.

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